KiB children care Initiative: Damit auch im Notfall die „Mama“ da ist.

KiB children care Initiative: Damit auch im Notfall die „Mama“ da ist.

Abschaffung des Spitals-Selbstbehaltes für Kinder durchgesetzt:

Mit Anfang des Jahres durften sich Familien und die Mitglieder des Vereins KiB children care über die Abschaffung des Spitals-Selbstbehaltes für Kinder und damit die Umsetzung einer ihrer langjährigen Forderungen freuen. Denn „neben optimaler medizinischer Versorgung, brauchen Kinder die Zuwendung ihrer Eltern und diese wiederum Rückhalt und Unterstützung“ weiß KiB-Geschäftsführerin Elisabeth Schausberger. Daher sei der „ökonomisch unsinnige Selbstbehalt, v.a. für Familien mit chronisch erkrankten Kindern, eine doppelte Belastung die nun endlich der Geschichte angehöre.“

Um dem Anliegen Gehör zu verschaffen nahmen Schausberger und Oberösterreichs KiB Landeskoordinatorin Elke Lehner auch mit NRin Daniela Holzinger-Vogtenhuber Kontakt auf, die als Mitglied des parlamentarischen Familienausschusses eine wesentliche Rolle bei der Gesetzesreform spielte: „Immer wieder kommt es vor, dass Gesetze an der Realität scheitern und von Betroffenen als sinnlose Belastung erlebt werden. Bei Spitalsselbstbehalten für Kinder war dies eindeutig der Fall. Ich danke daher allen im Verein KiB childern care für ihre engagierte Arbeit und freue mich zu diesem Erfolg beigetragen zu haben.“ so Holzinger-Vogtenhuber.

Notfallmamas im Kommen:

Beflügelt durch diesen Erfolg gehen Elisabeth Schausberger und Elke Lehner weiter für Familien in die Offensive und nutzten einen erneuten Termin um  bei der Abgeordneten für ihre Initiative „Notfall-Mama“ zu werben. Es soll damit die Betreuungslücke geschlossen werden, wenn Kinder kurzfristig erkranken und weder Eltern noch Verwandte, Freunde oder Bekannte einspringen können: „Wer selbst Kinder hat, kann ein Lied davon singen. Am Abend plötzlich Fieber und man weiß genau, das wird nächsten Morgen nichts mit der Krabbelstube oder dem Kindergarten. Gleichzeitig haben Vater und Mutter Verpflichtungen im Beruf, die sie nicht so kurzfristig umschichten können und wenn dann auch noch die Oma ausfällt, ist meistens Feuer am Dach.“ schildert OÖ-Koordinatorin Lehner.

Abhilfe schafft hier die rund um die Uhr-Erreichbarkeit des Vereins, bei dem KiB innerhalb ihres Netzwerkes und in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Institutionen versucht eine/n HelferIn zu finden um das Zeitfenster von meist 1- 2 Tagen überbrücken zu können. „Für viele Eltern stellt unser Angebot eine wichtige Stütze dar um Familie und Beruf irgendwie unter einen Hut zu bringen, dennoch ist auch für uns jeder Fall eine neue Herausforderung“ so Schausberger. Es sei daher „dringend an der Zeit die Notfall-Mamas zu professionalisieren um bundesweit 365 Tage im Jahr, zuverlässig Betreuung in Notsituationen bieten zu können.“

Zum Vorbild nimmt man sich hier etwa die Aktion „Rotkäppchen“ des Schweizer Roten Kreuzes, oder die vom Fond Soziales Wien geförderte mobile Kinderbetreuung. Eltern haben dabei die Möglichkeit gegen einen sozial gestaffelten Beitrag – beginnend mit 2,5€ pro Stunde – Kinder zwischen 18 Monaten und 12 Jahren kurzfristig und flexibel betreuen zu lassen.

„Wer Vereinbarkeit von Familie und Beruf ernst nimmt, der muss dort unterstützen wo die Eltern es brauchen. Der Verein KiB-children care hat sich genau zu diesem Zweck gegründet und leistet hervorragende Arbeit – schon meine Mutter war dankbar für ihre Hilfe. Als Mitglied des Familienausschusses sehe ich mich daher auch als Sprachrohr für die Anliegen des Vereins KiB und werde sie auch bei der Weiterentwicklung der Notfallmamas nach Kräften unterstützen.“ so Holzinger-Vogtenhuber abschließend.

Bildtext: KiB Geschäftsführerin Elisabeth Schausberger, NRin Daniela Holzinger-Vogtenhuber und Landeskoordinatorin Elke Lehner bei der Besprechung der Initiative „Notfallmama“. (v.l.)

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